| Alman Icisleri Bakani Wolfgang Schäuble'a Mektup |
|
| Can Zeyrek tarafından yazıldı | ||||
| Perşembe, 07 Şubat 2008 13:59 | ||||
Alman Icisleri Bakani Wolfgang Schäuble'nin Sayin Büyükelcimiz Mehmet Ali Irtemcelik hakkindaki küstah söylemlerine cevaben, TurkPolitika.com yazari Can Zeyrek, Schäuble'ye, bir örnegini de Büyükelciligimize gönderdigi bir mektup yazdi. Su an icin Türkce cevirisinin elimizde olmadigi bu mektubu affiniza siginarak Almanca yayinliyoruz.
An den Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU)
Sehr geehrter Herr Schäuble,
ich bin geradezu entsetzt gegenüber dem, was ich in der heutigen (06. Februar 2008) Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über Sie gelesen habe. Doch zunächst muss ich die Betroffenheit der Bundesregierung über die Ereignisse in Ludwigshafen, die vom stellvertretenden Regierungssprecher Herrn Thomas Steg geäußert wurde, würdigen, der zu Recht erkannt hat, dass es sich hierbei um eine tatsächliche Tragödie handelt. Doch nun zu Ihnen Herr Schäuble. In dem Bericht in der FAZ konnte ich Ihre Worte gegenüber dem türkischen Botschafter Mehmet Ali İrtemçelik entnehmen, wonach Sie sich folgenderweise ausgedrückt haben sollen: „Manchmal muss man auch Botschaftern Manieren beibringen.“ Herr Schäuble, ich denke, und ich hoffe stark, dass Sie sich dessen auch bewusst sind, dass Sie sich keineswegs in einer Position befinden, dem türkischen Botschafter, der den türkischen Staatsoberhaupt repräsentiert (!), „Manieren beibringen“ zu können. Ihre Aussage ist dermaßen fehl am Platz, dass Sie mich davon überzeugt haben, dass Sie eigentlich derjenige sind, dem Manieren beigebracht werden sollte. Ferner steht in der FAZ, dass Sie dies dem Botschafter demnächst auch selbst sagen werden, worauf wir Türken auch wirklich gespannt sein dürfen. Gerade an einem Tag, an dem bekannt wurde, dass die Opferzahl heute (06. Februar 2008) auf 10 gestiegen und der Zustand von zwei weiteren Verletzten immer noch sehr kritisch ist, davon zu sprechen dass Deutsche diskriminiert werden, ist regelrecht geschmacklos. Rassistische Deutsche, die es nun mal gibt, schlicht als „Idioten“ zu bezeichnen und somit die allgegenwärtige reale Existenz des Alltagsrassismus in Deutschland herunterzuspielen, ist ferner bedenklich. Angesichts dieser Tatsachen und ernstzunehmenden Spekulationen, die besagen, dass die für die Ermittlungen bedeutenden türkenfeindlichen Parolen, die an den Wänden umliegender Häuser deutlich zu entnehmen waren, von Zivilpolizisten nach dem Brand in Ludwigshafen überstrichen wurden und eines aktuellen Ereignisses, dass einem Personal der Ludwigshafener Feuerwehr aufgrund der Ereignisse gekündigt wurde, erklärt es sich von selbst, dass das Vertrauen der Türkei und der Türken in Deutschland zumindest Schaden genommen hat. Insofern begrüße ich ebenso die Entsendung türkischer Spezialisten nach Ludwigshafen.
Ein Exemplar dieses Schreibens wird der türkischen Botschaft vorgelegt.
Can ZEYREK, Politologe
Older news items:
|
||||